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SJSCA 33/2026 Queerness repräsentieren. Methodische und ethische Herausforderungen bei der Porträtierung von queer Lebensgeschichten. (Frühling 2026), Anne Lavanchy, Jos Mendélez Duarte, Pere Morelli i Torra (Gastherausgeber:innen)
Wie lassen sich queere Lebenswelten erzählen, ohne die epistemische Gewalt der Abstraktion zu reproduzieren? Dieses Sonderdossier befasst sich mit verschiedenen Spannungsfeldern zwischen der Darstellung – als zwangsläufig reduktiver Prozess der Beschreibung und Repräsentation – und Queerness – als Performance der Selbstdarstellung, die cis-heteronormative Kategorien verwischt und damit disziplinierende Prozesse erzeugt. Ausgehend von diesen Überlegungen nutzen wir zudem die Flexibilität von Queerness, um die Verknüpfungen und Zusammenschlüsse zwischen SOGIESC-Vielfalt und indigenen und/oder rassifizierten Kategorisierungen hervorzuheben. Daher konzentriert sich dieses Sonderdossier auf drei zentrale methodologische Herausforderungen: Ist es möglich – und sogar wünschenswert –, queere Lebenswelten zu übersetzen, um sie verständlich zu machen? Was steht auf dem Spiel, wenn man Erfahrungen und Lebensverläufe sichtbar macht, die gewissermaßen der Banalität der Unsichtbarkeit nachgehen? Und schließlich: Welche Art von Licht wird auf die Wissensproduktion selbst geworfen – durch Reflexivität und die Klärung ethischer Dilemmata?
SJSCA 34/2026 Das doppelte Bewusstsein der Quantifizierung. Ethnografische Ansätze zur Darstellung der Welt durch Zahlen. (Herbst 2026), Etienne Bourel und Frédéric Le Marcis (Gastherausgeber)
Wie entstehen die Zahlen, die in der heutigen Welt zirkulieren und auf die wir zugreifen? Wie erfolgt die Konfiguration der Algorithmen, die für die Verarbeitung von Big Data oder für Machine Learning erforderlich sind? Was wissen wir über das „soziale Leben von Normen“ oder über ethnische Statistiken und Diskriminierung? Diese Sonderausgabe geht von der Idee aus, dass die Praxis einer Anthropologie der Quantifizierung und der statistischen Wissenschaften notwendig ist, um das Verständnis der epistemologischen Positionen und politischen Argumente zur heutigen Welt zu bereichern. Insbesondere befasst sich diese Ausgabe mit der „Drecksarbeit“ der Zahlenproduktion und den damit verbundenen technischen, ingenieurwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Praktiken.